Cécile Vermeil, Leiterin der Humanressourcen & Kommunikation · 4. April 2023
Bei Itecor ist es uns wichtig, unsere Mitarbeiter zum Nachdenken anzuregen und sie zu ermutigen, mit sich selbst im Einklang zu stehen. Dadurch werden sie zu besseren Beratern. Und unsere Kunden sind noch glücklicher, wenn sie mit uns zusammenarbeiten. Dabei beginnt alles mit der Vision.
Warum es wichtig ist, nach vorne zu schauen
Wenn ein Unternehmen in der Lage ist, eine eigene Vision zu definieren, warum dann nicht auch wir selbst? Wenn wir die Richtung festlegen, in die wir gehen wollen, ebnet dies den Weg für klare, kohärente und motivierende Entscheidungen. Diese werden nicht nur unsere Zukunft, sondern auch unseren Alltag beeinflussen. Es geht nicht nur um eine Richtung, sondern um Sinn. Jede unserer Handlungen ermöglicht uns, unsere Zukunft zu gestalten und zu entwickeln, je nachdem, wie ehrgeizig wir sind. Wir müssen nicht übers Ziel hinaus. Richtig zielen reicht schon aus.
Die Definition unserer Vision ist also eine Gelegenheit, darüber nachzudenken, was wir in unserem Leben wirklich wollen. Das Konzept ist einfach, aber nehmen wir uns wirklich diese Zeit zum Nachdenken? Was ist unsere Vision? In Bezug auf das Leben, die Karriere? Was sind unsere Interessen, unsere Ambitionen, unsere Werte, unsere wahren Bedürfnisse? Stimmen das, was wir erleben, und unsere angestrebte Richtung überein?
Diese Fragen sind auch im beruflichen Umfeld von Bedeutung: Können wir die Vision, die wir von uns selbst haben, dort umsetzen? Stehen wir mit diesem Umfeld im Einklang oder nicht? Was antworten wir auf die Frage „Wie geht es dir?“, die uns mechanisch am Anfang der Woche gestellt wird? Wenn unser Montag „wie ein Montag“ ist, dann ist es Zeit zu handeln.
Wenn der Montag hingegen ein echter Booster in unserer Woche ist, dann liegt das daran, dass wir in Übereinstimmung mit unserer Vision leben. Wir spüren zutiefst diese Gelassenheit und Klarheit des Geistes, die uns voranbringen.
Gegenwart und Zukunft konjugieren
Eine gedankliche Reise zwischen den verschiedenen Jahreszeiten des Lebens ist für die Reflexion förderlich. Wir sollten versuchen, im gegenwärtigen Moment zu leben, während wir gleichzeitig die Person beobachten, der wir gerne ähneln würden. Mit einer Vision erleben wir den Moment oft besser, weil wir wissen, wohin wir gehen. Wer wollen wir in 10, 20, 30, 50 Jahren sein? Persönlich, beruflich. In Unternehmen wird oft eine SWOT erstellt. Wie wäre es, wenn wir diese Matrix anwenden? Nach demselben Prinzip sollten wir unsere Lebensaufgabe definieren, unsere Werte identifizieren. Das wird mehr Klarheit darüber schaffen, wer wir sind und wer wir sein wollen.
Umgekehrt stellen wir uns den Lebensabend vor: Was würden wir sehen wollen, wenn wir uns umdrehen? Welches Vermächtnis? Welchen Nachruf auf uns würden wir uns wünschen?
Wie positionieren wir uns, um den Weg zu unserer Vision zu gehen? Ohne Richtung navigieren wir auf Sicht, auf gut Glück, mit dem Risiko, uns im Kreis zu drehen oder irgendwo steckenzubleiben …
Wie (sich) visualisieren?
Visualisierung ist eine Technik, die uns ermöglicht, uns auf das geistige Bild von dem zu konzentrieren, „wer wir sein wollen“. So sollten wir uns nicht wie ein einfacher Bilderbogen, sondern lebendig und realistisch bis ins kleinste Detail visualisieren. Versuchen wir, die positiven Emotionen zu spüren, die mit diesem Bild einhergehen.
Hier sind die allgemeinen Schritte einer Visualisierungstechnik :
Ruhe: Wählen Sie einen ruhigen Moment ohne Ablenkung.
Entspannung: Machen Sie es sich an einem ruhigen Ort bequem oder legen Sie sich sogar hin. Schließen Sie die Augen und atmen Sie ein paar Mal tief ein.
Ein Bild schaffen: Stellen Sie sich gedanklich einen Ort vor, an dem Sie glücklich und erfüllt sind.
Die Gedanken wandern lassen: Stellen Sie sich Ihr ideales Leben vor und konzentrieren Sie sich dabei auf Bilder, Geräusche, Gerüche und körperliche Empfindungen.
Gefühle empfinden: Stellen Sie sich vor, glücklich, zufrieden und erfüllt zu sein.
In die Gegenwart zurückkehren: Öffnen Sie nach einigen Minuten die Augen öffnen und nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um sich wieder auf das Jetzt zu konzentrieren
Schreiben: Nehmen Sie sich die Zeit nehmen, das Visualisierte aufzuschreiben, damit sich das Bild einprägen kann.
Welche Fragen sollte man sich stellen?
Wir können unser Leben in verschiedene – auf uns zugeschnittene – Bereiche aufgliedern, wie:
Nehmen Sie sich dann die Zeit, darüber nachzudenken oder sogar detailliert aufzuschreiben, was Ihnen zu jedem dieser Bereiche einfällt. Die Idee hierbei ist, eine klare, persönliche und authentische Vision der eigenen Vision zu schaffen. Eine Vision, mit der wir uns verbunden fühlen.
Um die Arbeit des Visualisierens zu erleichtern, finden Sie hier einige Beispiele für Fragen, die Sie sich selbst stellen können: „Wie sehe ich mich morgen? Wer möchte ich sein?“
An welchem Ort fühle ich mich wohl?
Wie sieht meine Umgebung aus? Meine Einrichtung? Die Menschen, die mich umgeben?
Wie sieht meine berufliche Tätigkeit aus?
Wie sieht mein Tagesablauf aus?
Was sind meine Leidenschaften und Interessen?
Was macht mich so glücklich?
Was habe ich erreicht, das mir Kraft verleiht?
4 gute Gründe, an der eigenen Vision zu arbeiten
Ist unsere Vision jetzt klar? Es liegt an uns, sie jetzt zum Leben zu erwecken. Indem wir sie in uns aufnehmen. Indem wir sie in alle Entscheidungen einbeziehen, selbst in die unbedeutendsten des Lebens. Indem wir sicherstellen, dass wir immer im Einklang mit ihr stehen. Indem wir sie regelmäßig überprüfen. Indem wir auf dem Weg bleiben. Viel Erfolg!